Der suizidale Knochenkerl
oder wer den Verlust verliert, gewinnt den Gewinn
(Krešimir Oremović, für den Ausstellungskatalog 2016)
Schon der Name der Hauptfigur der Fotonovellen-Serie von Janko Belaj stellt die gängige Dichotomie von Lebendigem und Unbelebtem infrage. In der “belajschen Umkehrung” erscheint der suizidale Knochenkerl als Personifikation einer Welt der Quantenphysik – zugleich seiend und nicht seiend, tot und doch lebendig. Bedienen wir uns hier einer Paraphrase eines bekannten Satzes aus einem einst populären Kinderbuch und einer Fernsehserie: “Er ist tot, aber er lebt. Ich meine, er ist nicht so tot, dass er nicht lebendig wäre, aber er möchte tot sein, um eigentlich lebendig zu sein.”… Mehr lesen
Wie tötet man das Unbelebte?
Mit der Fotografie dokumentiere ich gewöhnlich unterschiedlichste Szenen nach den Wünschen von Auftraggebern oder Landschaften, in denen ich mich gerade befinde. Mit der Serie “Der suizidale Knochenkerl” habe ich mich jedoch auf eine Erkundung eingelassen, deren Ausgang ich nicht im Voraus festzulegen versuche. Das ursprüngliche Konzept, dem Knochenkerl als Figur zu folgen, die – ähnlich wie der Selbstmörder aus dem Comic Alan Ford, hoffnungslos verloren in der Realität, die sie umgibt – vergeblich versucht, sich selbst zu töten, verwandelt sich in eine Art Reflexion über die Entfremdung des Individuums im Allgemeinen.… Mehr lesen



























